Über das Projekt

Ottensen macht Platz. Platz für Menschen, für Fußgängerinnen und Fußgänger, für Radfahrende, für Kinder, Familien, für Ältere. Für nachbarschaftliche Begegnungen, für entspanntes Flanieren und Verweilen, für kreative und neue Nutzungen. Platz für ein neues Erleben des öffentlichen Raumes und neue Perspektiven auf Mobilität.

„Ottensen macht Platz“ ist ein Experiment, das dem nicht-motorisierten Verkehr Vorrang gewährt und in dem der öffentliche Raum den Bürgern zur Verfügung gestellt wird. Ab dem 1. September 2019 wird das Zentrum von Ottensen für sechs Monate formal als Fußgängerzone ausgewiesen und damit so weit wie möglich autofrei. Wo vorher Autos parkten, können sich nun Fußgänger ungestört bewegen, Fahrradfahrer dürfen mit Schrittgeschwindigkeit fahren.  (Hier können Sie eine Karte des Projektgebiets ansehen).

Ziel des Projektes ist es, zu zeigen, dass Mobilität gerade in einem Viertel wie Ottensen mit kurzen Wegen und engen Straßen nicht immer mit dem Auto stattfinden muss und der öffentliche Raum mehr sein kann als eine kostenlose Abstellfläche für Autos. Städte wie Kopenhagen machen vor, wie sich eine konsequente Bevorzugung des nicht-motorisierten Verkehrs positiv auf das Mobilitätsverhalten der Menschen, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und die Lebensqualität auswirken kann.

Eine Stadt ist nach meiner Definition dann lebenswert, wenn sie das menschliche Maß respektiert. Wenn sie also nicht im Tempo des Automobils, sondern in jenem der Fußgänger und Fahrradfahrer tickt. Wenn sich auf ihren überschaubaren Plätze und Gassen wieder Menschen begegnen können. Darin besteht schließlich die Idee einer Stadt.

Jan Gehl (Geb. 1936), dän. Stadtplaner und Architekt Tweet